Fragen und Antworten

 
 
 
 

Projekt Zukunft Finanzwesen allgemein

  • add Die Notwendigkeit zur Einführung des jetzigen Programms wurde u.a. mit der Notwendigkeit zur Konsolidierung auf EKD-Ebene begründet. Dies bedeutet, dass alle anderen Landeskirchen auch umstellen müssen? Macht Württemberg einen Alleingang?

    Nein, dies war nicht der Grund für die jetzige Einführung. Grundsätzlich gibt es zwar die Tendenz auf ein kaufmännisches Rechnungswesen umzustellen, aber der Fahrplan ist bei allen Gliedkirchen unterschiedlich.

    Die Gründe dafür sind

    (a) die Vereinfachung und Standardisierung unseres Rechnungswesens,

    (b) bereits verfügbare ausgereifte und zuverlässig Software-Lösungen,

    (c) die Reduktion der Kosten für die Pflege des Programms,

    (d) eine leichtere Einarbeitung von Nachwuchskräften und damit verbunden unsere Attraktivität als Arbeitgeber.

  • add Warum wird nicht das kommunale Programm übernommen und eingesetzt?

    Es gibt nicht die eine kommunale Software. Denn die Kommunen in Baden-Württemberg und auch in anderen Bundesländern besitzen Wahlfreiheit bezüglich des anzuwendenden EDV-Systems. Wir beobachten die Entwicklungen auf dem Software-Markt gegenwärtig sehr genau und werden auch eine Software-Auswahl auf Basis eines gründlichen Vergleichs vornehmen. Unabhängig davon ist es Ziel des Projektes, sich nach den geltenden Standards zu richten und diese rechtlich, wie auch systemtechnisch ohne große Anpassungen einzuführen.

  • add Die Landeskirche bildet selbst keine Kirchenpfleger aus. Bei den Stellenbesetzungen der „großen Kirchenpflegen“ besteht deshalb seit jeher der Bedarf an Absolventen aus dem kommunalen gehobenen Verwaltungsdienst.

    Da an den Verwaltungshochschulen in Ludwigsburg und Kehl nur noch die kommunale Doppik gelehrt wird und auch das Rechnungswesen der Kommunen in Baden-Württemberg bis zum 01.01.2020 auf die kommunale Doppik (Neues Kommunales Haushalts- und Rechnungswesen) umgestellt sein muss, profitiert die Landeskirche künftig von der Anlehnung an das kommunale Rechnungswesen. Sie muss das Rad nicht gänzlich neu erfinden, sondern kann sich auf die Integration kirchlicher Besonderheiten beschränken.

  • add Sind Pilotprojekte vorgesehen? Wenn ja, sollten diese frühzeitig begonnen werden um die Ergebnisse noch rechtzeitig vor Umsetzung einarbeiten zu können.

    Es sind an verschiedenen Stellen des Gesamtprojektes Piloten vorgesehen, welche so rechtzeitig geplant sind, dass deren Ergebnisse unverzüglich umgesetzt werden können.

  • add Bei der Umstellung auf Navision wurde die Klärung des gesamten Kontenrahmens zu spät angegangen. Ist die Erstellung eines neuen Kontenrahmens (insbesondere hinsichtlich der Kostenträger) rechtzeitig im Blick?

    Ja, bereits mit Erstellung der HHO werden die Grundzüge festgelegt.

  • add Eine kaufmännische Buchführung „lebt“ auch von Kostenträgern. Welche Überlegungen gibt es zu Kostenträgern?

    Zunächst einmal sind Kostenträger Teil des internen Rechnungswesens, also der Kosten- und Leistungsrechnung und haben nicht unmittelbar etwas mit einem kaufmännischen Rechnungswesen zu tun.

    Die Kostenträgerstruktur wird derzeit in den Kirchengemeinden über Bausteine, in der Landeskirche über Aufgabenbereiche abgebildet. In anderer Terminologie würde man jeweils von Kostenträgergruppen sprechen. Aufbauend auf diesen Informationen ist es zur Zeit Inhalt der Arbeitsgruppenarbeit, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Im Moment können die Ergebnisse nicht vorweggenommen werden.

  • add Die Umstellung auf die kaufmännische Buchhaltung ist nicht nur eine Programm- sondern auch eine Systemumstellung. Wie soll die Qualifizierung der „alten“ Mitarbeiter/innen erfolgen?

    Geplant ist eine Kombination von Softwareschulungen und inhaltlichen Schulungen, welche im Projektverlauf mit ausreichenden Zeit- und Personalressourcen eingeplant wurden.

    Die Schulungen werden vom Projekt konzipiert und durchgeführt. Durch die Anlehnung an Standards des kommunalen Rechnungswesens wird ggf. auch die Möglichkeit bestehen externe Schulungsanbieter einzubinden.